St. Petri Kirche – Soest

Projekt: St. Petri Kirche, Soest

Projektzeitraum: 2012 – 2014

Beschreibung:

Innensanierung der romanischen Pfarrkirche mit gotischem Chor, Sanierung umfangreicher Risse in den Gewölben der Seitenschiffe. St. Petri steht auf der Vorschlagsliste für den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege 2015.

St. Petri ist eine der ältesten Kirchengündungen Westfalens und die älteste Pfarrkirche in Soest. Schon Ende des 8. Jahrhunderts wurde hier während der Sachsenmission Karls des Großen ein Vorgängerkirchenbau errichtet. 1150 fand die Weihung der heutigen Kirche statt. Auch nach dem Anbau eines gotischen Chors im 13. Jahrhundert ist der ursprüngliche Charakter einer romanischen Basilika erhalten geblieben. Die signifikante dreistöckige, barocke Turmhaube erhielt die Kirche erst ach einem Brand 1709. Chorraum und Kreuzschiff wurden nach der Kriegszerstörung bis 1955 wieder aufgebaut. Charakteristisch für die Petri-Kirche ist, dass auch heute noch jede Bauphase deutlich erkennbar ist.

Umfangreiche Voruntersuchungen bestätigten 2012 bedeutende Malereibefunde, teils aus der Erbauungszeit, es zeigten sich aber auch umfangreiche Schäden. Es musste die gesamte Rundschale saniert werden, da diese von Rissen durchzogen war. Auch im Dachstuhl festgestellte Mängel wurden saniert, und schädliche Lastabtragungen auf die Gewölbeschalen zu reduzieren.

Wand- und Gewölbeflächen wurden trocken gereinigt und kreidende, jüngere Anstriche abgenommen. Es erfolgte ein Putzaustausch im Sockelbereich, eine Putzfestigung sandender Bereich und eine Schließung der Risse im feinen Kalksandsteinmörtel bzw. Injektionsmörtel. Auf die Wand- und Gewölbeflächen wurden dünne Kalklasuren aufgetragen und Malereien und Architekturelemente in Trattegio-Technik retuschiert. Die Kirchenfenster wurden im Erdgeschoss der Seitenschiffe überarbeitet, um Eindringen von Regenwasser zu vermeiden.

Denkmal des Monats Dezember 2013 – Ev. St. Petrikirche Soest, Restaurierung von Gewölberissen und romanischer Innenausmalung